Mir geht diese ständige Meckerei der Zeitungsverleger mächtig auf den Senkel. Jeden Tag ein neuer Artikel darüber, dass sie durch “Google News” mächtig Geld verlieren und Google allgemein gaaaanz böse ist. *taschentuch_rüberreich
Aber ist wirklich Google daran Schuld? Und sollte es doch so sein: Könnten nicht noch andere Faktoren eine Rolle spielen?
“Google News ist eine automatisch erstellte Internet-Nachrichtenseite des Unternehmens Google Inc.Die Nachrichten auf der Internetseite stammen nicht von Google News selbst, sondern werden von Computern anhand eines Algorithmus aus einer Vielzahl von Nachrichtenquellen zusammengetragen (Aggregator).” Quelle
Ich selber nutze die Google News eigentlich jeden Tag: ist meine Startseite und nach der Arbeit habe ich alles wichtige auf einen Blick. Interessiert die News mich, dann klicke ich den Artikel an und werde auf die Seite der jeweiligen Zeitung weitergeleitet. Das wars eigentlich auch schon an Dingen, die die Google News für mich tun. Sie fassen alles derzeit aktuelle zusammen.
Die täglich maximal 5 Minuten die ich brauche um die Google News-Seite zu überfliegen können die Zeitungsverlage doch verdammt nochmal gar nicht sooo viel Geld kosten. Außerdem klicke ich doch anschließend in den meisten Fällen sowieso auf den Titel und werde dann auf die durch Werbung finanzierte Seite der Verleger weitergeleitet. Die sollten eher dankbar sein, dass durch Google News Besucher auf deren Seite kommen. Kostenlose Werbung und Besucher. Wieso meckern die?!
Jedenfalls finde ich die ganze Diskussion völlig unmöglich und nicht nachvollziehbar. Nehmen wir an die Verlage schaffen es Google News in 5 Jahren mit Klagen zu überhäufen und der Dienst wird eingestellt (eher unwahrscheinlich, aber nunja). Ich würde mir ab sofort meine News einfach via Twitter holen. User selektieren hier das wichtigste und verlinken die News mit einer Headline. Und dann ist Twitter dran, weil Twitter in 5 Jahren auch Werbeanzeigen schalten wird. Und Verweise auf die Seiten der Verlage mit Werbeanzeigen? Twitter wird auch weggeklagt!
Völlig unsinnig, die Verlage sollten die Ursachen der sinkenden Einnahmen bei sich suchen. Sich neue Konzepte ausdenken. Innovativ werden. Und nicht versuchen, dass sich immer weiter entwickelnde Internet zu stoppen. Das geht nicht mehr
Ich bin gespannt wie sich die ganze Sache entwickelt. Meine Vermutung: Einige Verlage werden kurzzeitig per robots.txt versuchen, Google auszusperren. Sehen aber aufgrund dramatisch einstürzender Besucherzahlen ein, dass dies keinen Sinn hat und fangen wieder an zu klagen. Der Kreis schließt sich.
Nach der Übereinkunft des Robots-Exclusion-Standard-Protokolls liest ein Webcrawler (Robot) beim Auffinden einer Webseite zuerst die Datei robots.txt (kleingeschrieben) im Stammverzeichnis (Root) einer Domain. In dieser Datei kann festgelegt werden, ob und wie die Webseite von einem Webcrawler besucht werden darf. Website-Betreiber haben so die Möglichkeit, ausgesuchte Bereiche ihrer Webpräsenz für (bestimmte) Suchmaschinen zu sperren. Quelle
Wow, ist doch etwas mehr geworden als geplant. Danke fürs Lesen! Lasst doch einen Kommentar da, wenn ihr meiner Meinung seid oder eine andere vertretet
Schönen Abend noch!