Peter Sunde (The Pirate Bay grüßt) hat vor zwei Tagen einen seinen neuen Dienst “flattr” mit einem knappen Tweet vorgestellt – es handelt sich um einen Dienst für sogenanntes “Social Micropayment”. Und es ist meiner Meinung nach genial! Seit Monaten suchen Verlage und Content-Ersteller nach neuen Methoden Geld einnehmen zu können. Teure Abos und sinkende Besucherzahlen sind die Folge fehlender innovativer Ideen und Geschäftsmodellen.
Herr Sunde hatte zwar nicht als erster die Idee, allerdings könnte durch seine Bekanntheit das Projekt einen größeren Kreis erreichen (schon jetzt haben viele Twitterer und Blogs über das Startup geschrieben) und tatsächlich mal ein Bezahlsystem für Content im Internet werden. Für Prognosen ist es aber noch zu früh und ihr solltet euch flattr erstmal selbst anschauen:
//Update 26.02.10: Video auf Vimeo wurde entfernt, hier auf Youtube.
Kurz gefasst: Der Leser zahlt einen festen Beitrag, sagen wir 10€, jeden Monat und kann dafür lesen was er will und so viel er will. Es wird bei jedem Artikel einen Button geben, den der Leser klicken kann wenn der Content es Wert ist entlohnt zu werden. Sagen wir Leser 1 hat einen Monat nur zwei Artikel gelesen und bei beiden geklickt: Die Ersteller erhalten von den 10€ dann jeweils 5€ – Hat er 100 mal geklickt gibt es nur 10ct und so weiter. Die Masse soll es dann machen und die Ersteller gerecht und ausreichend entlohnen.
So muss man nicht darüber nachdenken wie viel einem genau dieser Artikel Wert wäre, sondern klickt einfach und am Ende des Monats wird das Geld dann gerecht unter allen Verlagen und Content-Erstellern (dieses System könnte auch für den “kleinen Blogger” interessant werden) durch flattr aufgeteilt.
Ich habe es jetzt auf blanken Text-Content spezialisiert. Das Gleiche Prinzip funktioniert natürlich auch für Musik-und Film Downloads und sonstigen Content in jeglicher Art und Weise
Basicthinking hats super formuliert:
Es ist eine Ironie des Schicksals, dass die Buhmänner, die vermeintlichen Räuber und Zechpreller aus der Torrent-Sickergrube des Netzes nun ein Modell etablieren wollen, das der verlegerischen Kurzsichtigkeit auf die Sprünge helfen könnte.
Derzeit kann man sich für die bald startende BETA-Phase bewerben. Einfach hier die Mail Adresse eintragen.
[via netzwertig & bt]